Über das Projekt

Den Auftakt für einen trinationalen Wissens- und Technologietransfer (WTT) am Oberrhein machte das EU-Projekt Knowledge Transfer Upper Rhine (KTUR). Im Rahmen des Förderprogramms INTERREG V Oberrhein stellt die EU ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, um gemeinsame Strukturen und Aktivitäten im Bereich WTT zu etablieren. Das Projekt startete im Oktober 2019 und läuft über drei Jahre hinweg.

Ein wichtiges Ziel von KTUR ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Transferakteuren der jeweiligen Universitäten und Hochschulen sowie zwischen Hochschulen, Intermediären und Unternehmen in der trinationalen Oberrheinregion zu intensivieren, strukturieren und professionalisieren. Dabei soll ein auf Langfristigkeit ausgelegtes Netzwerk am Oberrhein entstehen und eine gemeinsame Identität im Bereich des Wissens- und Technologietransfers am Oberrhein geschaffen werden. Durch vermehrten Austausch und Kooperation können bestehende Barrieren reduziert werden, um die grenzüberschreitende Kontaktaufnahme und die Projektanbahnung zwischen Hochschulen und Unternehmen deutlich zu vereinfachen und zu verstärken.

Im Laufe des Projekts untersuchen die Projektpartner verschiedene WTT-Aspekte und entwickeln Maßnahmen, die an die Kernzielgruppe, die regionale Industrie, angepasst sind. Dazu gehören die Formulierung und Erprobung eines gemeinsamen WTT-Angebots in den Bereichen Weiterbildung, Start-ups, grenzüberschreitende Innovationsveranstaltungen, Single Entry-Point für die Industrie und modular-anpassbare Research-to-Business Informations- & Austauschplattform.

Länder
Partner
Unternehmen

Projektverlauf

Das erste Jahr der Projektlaufzeit diente als Analysephase. Ein Schwerpunkt lag auf dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch über die unterschiedlichen WTT-Strukturen innerhalb der Partnerinstitutionen. Im Rahmen von Interviewreihen und Recherchen identifizierten und analysierten die Projektpartner Potentiale für eine verstärkte Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerkpartnern und Plattformen, wie zum Beispiel Clustern, Wirtschaftsförderungen oder Industrie- und Handelskammern am Oberrhein. In einem anderen Arbeitspaket standen bestehende Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen im Fokus. Auf diese Weise wurde zum Ende des ersten Projektjahres Best-Practice-Lösungen und Verbesserungspotentiale für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und Unternehmen definiert.

Ein wichtiges Etappenziel des ersten Jahres der Projektlaufzeit war es, Pilotmaßnahmen zu entwickeln, die ab sofort unter der aktiven Beteiligung von mindestens 100 Unternehmen umgesetzt und evaluiert werden. Ein Beirat, der sich aus Industrievertretern aus Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz zusammensetzt, wird regelmäßig über die Fortführung oder Änderung der einzelnen Maßnahmen beraten.

Themen

Trinationales Netzwerk

Ein langfristiges trinationales Netzwerk sorgt für mehr Kooperation im Wissens- und Technologietransfer

Single entry point

Mit dem Aufbau einer gemeinsamen digitalen Plattform erhalten Unternehmen schnellen und einfachen Zugang zu Technologieangeboten aus der ganzen Region.

Weiterbildung

In den nächsten zwei Jahren soll ein grenzüberschreitendes Weiterbildungsangebot geschaffen werden, das in der Oberrheinregion qualitätsgesichert und anerkannt ist.

Entrepreneurship

Im Bereich Gründungen sorgt KTUR für mehr Austausch zwischen Startups in der Region. Außerdem sollen gemeinsame trinationale Angebote für Gründer geschaffen werden.

Innovations-
veranstaltungen

Trinationale Innovationsveranstaltungen geben Überblick über Forschung und Innovation an den Hochschulen und Universitäten am Oberrhein.

trinationale Projekte

Ein trinationales Netzwerks am Oberrhein wird die grenzüberschreitende Kontaktaufnahme und die Projektanbahnung zwischen Hochschulen und Unternehmen vereinfachen und verstärken.

Projektpartner

Initiiert wurde KTUR innerhalb des Verbunds Eucor – The European Campus, in dem die Universität Basel, die Universität Freiburg, die Université de Haute-Alsace, das KIT und die Université de Strasbourg gemeinsam einen trinationalen Hochschulraum mit aktuell 115 000 Studierenden und 15 000 Forscherinnen und Forschern bilden. Die Allianz TriRhenaTech hat sich ebenfalls der Initiative angeschlossen. Die EU fördert KTUR mit 1,6 Millionen Euro. Die beiden teilnehmenden Hochschulen aus der Nordwestschweiz werden auf Schweizer Seite mit Bundes- und Kantonsmitteln aus den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Jura mit rund 300.000 Euro gefördert.

Zu den Partnern gehören:

12 Hochschulen:
– 5 EUCOR Universitäten (KIT (Projektträger), Straßburg, Freiburg, Haute-Alsace, Basel)
– 6 Hochschulen der Allianz TriRhenaTech (Kaiserslautern, Karlsruhe, Offenburg, Furtwangen, Lörrach, Nordwestschweiz)
– Universität Koblenz-Landau

4 kofinanzierende Projektpartner (Schweiz)

– Schweizerische Eidgenossenschaft
– Drei Kantone: Jura, Basel-Landschaft und Aargau

Weitere Partner:

SATT Conectus Alsace, Alsace Tech, Säule Wissenschaft der trinationalen Metrolpolregion Oberrhein, EGTC Eucor – The European Campus, GrandE-Nov, CCI Alsace Eurométropole, IHK Karlsruhe, Wirtschaftsförderung Karlsruhe – PAMINA Business Club, Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, Technologie-Netzwerk Südpfalz e.V., Hightech Zentrum Aargau AG, BaselArea.swiss

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