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Schwerpunkt 3 : UNTERNEHMERTUM

Rhinepreneurs – Episode 2: Ein Blick in Impact Venture Capital – Ein Gespräch mit Claire Weiss von Phitrust

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6 Januar 2026

Wie können Investitionen sowohl finanzielle Rendite als auch positiven gesellschaftlichen Wandel schaffen?
In der zweiten Folge des Rhinepreneurs-Podcasts, präsentiert von KTUR (Knowledge Transfer Upper Rhine), taucht Gastgeberin Sandra gemeinsam mit Claire Weiss, Impact Analystin bei Phitrust, in die Welt des Impact Investings ein. Phitrust zählt zu den europäischen Vorreitern in diesem Bereich.

Vom Idealismus zur Wirkung

Claires Weg ins Impact Investing begann mit einer grundlegenden Frage: Wie lassen sich wirtschaftliche Aktivitäten mit persönlichen Werten in Einklang bringen?
Aufgewachsen im Elsass in einer Ärztefamilie, wurde sie früh von dem Gedanken geprägt, einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Während ihres Studiums an der Sciences Po und ihres Erasmus-Jahres am KIT Karlsruhe entdeckte sie ihre Leidenschaft für Social Entrepreneurship — und fand schließlich ihren Weg zu Phitrust nach Paris.

Phitrust: Investieren für Veränderung

Phitrust wurde vor über 20 Jahren gegründet und gehört zu den ersten Unternehmen in Europa, die finanzielle Performance mit messbarem sozialem Impact verbinden.
Heute verwaltet Phitrust mehr als 100 Millionen Euro in vier Fonds und unterstützt über 40 soziale Unternehmen in Bereichen wie Inklusion, Gesundheit und Bildung.

Als Impact Analystin verbindet Claire analytische Arbeit mit Empathie: von der Bewertung von Geschäftsmodellen und Risiken bis hin zum engen Austausch mit Gründer:innen, die gesellschaftliche Herausforderungen lösen wollen. Ihre Arbeit zeigt, dass Impact Investing weit mehr ist als Zahlen — es geht um Menschen, Vertrauen und gemeinsame Werte.

Wirkung messen – das Wesentliche im Blick

Eine der größten Herausforderungen im Impact Investing ist die Messung der tatsächlichen Wirkung.
Phitrust hat dafür eine eigene Impact-Methodik entwickelt, die über zwei Jahrzehnte hinweg verfeinert wurde, und nutzt anerkannte Frameworks wie die Theory of Change und das Impact Management Project (IMP). So werden sowohl finanzielle Ergebnisse als auch gesellschaftliche Wirkungen systematisch erfasst.

Tipps für Start-ups: Sinn und Leistung vereinen

Claire gibt auch wertvolle Ratschläge für Gründer:innen, die sich an Impact Investor:innen wenden. Viele unterschätzen, wie anspruchsvoll — aber auch bereichernd — dieser Prozess ist. Ihr Rat: Purpose und Performance müssen zusammenpassen.
Eine überzeugende Impact-Vision braucht ein solides Geschäftsmodell. Ebenso wichtig sind Authentizität, Transparenz und die Bereitschaft zu einer langfristigen Zusammenarbeit. Wie Claire sagt: Eine Investition mit Phitrust ist „fast wie eine Ehe“ — basierend auf Vertrauen, Geduld und gemeinsamen Werten.

Ausblick: Wenn Impact zur Selbstverständlichkeit wird

Claire hofft auf eine Zukunft, in der Impact Investing nicht mehr als Sonderfall gilt, sondern zum Standard wird.
Ihre Vision: „Impact sollte kein Trend oder Nischenthema mehr sein, sondern ein integraler Bestandteil von Wirtschaft und Gesellschaft.“

🎧 Jetzt die ganze Folge anhören: Rhinepreneurs – Episode 2: Inside Impact Venture Capital

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Schwerpunkt 2 : WEITERBILDUNG

Training for Tomorrow – Interview zu Arbeitsschwerpunkt 2 von KTUR

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8 Dezember 2025

Interview mit Romina Kolb, Leiterin des Instituts für wissenschaftliche Weiterbildung an der Hochschule Karlsruhe (HKA), und Charlotte Joumier, Referentin für Weiterbildungskonzeption KTUR² im Bereich Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Straßburg (UNISTRA).

Der Arbeitsbereich Weiterbildung zielt darauf ab, die Kompetenzen der Fachkräfte im Oberrheinraum zu stärken, insbesondere im Gesundheitswesen und in der grenzüberschreitenden Industrie. Er fördert die Zusammenarbeit zwischen universitären Weiterbildungseinrichtungen, wirtschaftlichen Akteuren und Institutionen der drei Länder, um Kompetenzbedarfe zu identifizieren und ihnen mit angepassten, praxisnahen, grenzüberschreitenden und innovativen Weiterbildungsangeboten zu begegnen.


Frage 1. Ermittlung der Bedarfe der Wirtschaftsakteure
Wie identifizieren Sie die Kompetenzbedarfe in den Zielbranchen?

Romina Kolb : Wir führen grenzüberschreitende Umfragen und Interviews mit Unternehmen und Akteuren des Gesundheitswesens in der Oberrheinregion durch. Durch die Kombination von quantitativen und qualitativen Erkenntnissen ermitteln wir neue Qualifizierungstrends und bringen regionale Besonderheiten mit einer gemeinsamen transnationalen Strategie für die Entwicklung von Arbeitskräften in Einklang. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Universität Straßburg und der Fachhochschule Karlsruhe ermöglicht es uns, bewährte Verfahren auszutauschen und innovative Ansätze in der Weiterbildung zu entwickeln.


Frage 2. Aufbau auf regionalen Akteuren
Welche Arten von Partnerschaften gehen Sie ein, um diese Weiterbildungsangebote gemeinsam zu entwickeln?

Charlotte Joumier : Wir bauen Partnerschaften mit regionalen Hochschulen und Arbeitsagenturen auf, um unsere Weiterbildungsprogramme auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes im Gesundheitswesen und in der Industrie am Oberrhein abzustimmen. Zukünftige Kooperationen mit IHK/CCI und Innovationsagenturen werden unsere Sichtbarkeit erhöhen, uns direkt mit Unternehmen verbinden und praxisnahe, regional verankerte Weiterbildungsangebote und nachhaltige Weiterbildung sicherstellen.


Frage 3. Entwicklung relevanter grenzüberschreitender Weiterbildungen
Wie werden die im Projekt entwickelten Weiterbildungsprogramme aussehen?

Romina Kolb : Die Gestaltung der Weiterbildungsprogramme befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase. Auf der Grundlage der Ergebnisse unserer Bedarfsanalyse werden wir uns auf Schwerpunktthemen konzentrieren, die auf regionale Prioritäten zugeschnitten sind. Dabei berücksichtigen wir auch die kulturellen, sprachlichen und rechtlichen Unterschiede zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Hinsichtlich der Formate verfolgen wir einen flexiblen Ansatz. Durch die Kombination von Präsenz- und Online-Formaten werden diese Programme die Zusammenarbeit, Zugänglichkeit und Innovation über die Grenzen hinweg fördern.


Frage 4. Organisation von Pilot-Weiterbildungsmaßnahmen
Wann und wie werden die ersten grenzüberschreitenden Weiterbildungskurse gestartet?

Charlotte Joumier : Die ersten grenzüberschreitenden Pilotdurchläufe der Weiterbildsangebote werden nach Auswertung der Bedarfsanalysen im Frühjahr 2026 in die Planung gehen. Der Start der ersten Trainings ist für etwa November 2026 vorgesehen. Wir konzentrieren uns bereits auf mehrere wichtige Themen: die digitale Transformation, die grenzüberschreitenden Soft skills sowie die soziale und ökologische Transformation.


Frage 5. Auf dem Weg zu einem nachhaltigen und strukturierten Angebot
Wie wollen Sie sicherstellen, dass diese Dynamik nach Projektende fortbesteht?

Charlotte Joumier : Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, wollen wir ein Bündnis für grenzüberschreitende Weiterbildung in der Oberrheinregion schaffen. Dieses Netzwerk soll Weiterbildungseinrichtungen miteinander verbinden und den langfristigen Kontakt zu Unternehmen und anderen regionalen Partnern pflegen. Durch diese enge Zusammenarbeit soll sichergestellt werden, dass die Weiterbildungsangebote nicht nur kurzfristige Qualifikationslücken schließen, sondern auch langfristig zur Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit der Oberrheinregion beitragen.

Schwerpunkt 4 : FINANZIERUNG

Den Zugang zu Finanzierung stärken – Interview zum Arbeitspaket 4 von KTUR²

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14 November 2025

Eines der zentralen Ziele des Projekts KTUR² besteht darin, den Zugang zu Finanzierung für frühphasige Innovationen im Oberrhein zu verbessern – durch die Kartierung bestehender Förderinstrumente, die Ermittlung konkreter Bedarfe und den Aufbau nachhaltiger, grenzüberschreitender Netzwerke.
Prof. Dr. Dennis Steininger (Chair of Entrepreneurship, RPTU) und Dr. Alessandro Mazzetti (Head of Innovation & Entrepreneurship und Deputy Managing Director, Innovation Office, Universität Basel), Mitglieder des Arbeitspakets 4 zu Finanzierung und Innovationsnetzwerken, teilen ihre Einschätzung zu den regionalen Herausforderungen, identifizierten Good Practices und dem Weg zu einem zukünftigen trinationalen Innovationsfonds.

Frage 1. Abbildung des Bestehenden

Wie gehen Sie mit der Vielfalt der Finanzierungsinstrumente in einer so komplexen, grenzüberschreitenden Region um?

Dennis: «Wir haben die Kartierung für alle drei Länder mittlerweile abgeschlossen. Eine breite Mischung von Instrumenten zeigt sich: öffentliche Förderprogramme, regionale Initiativen, private Venture-Capital-Fonds usw. Die französische Förderlandschaft ist stark zentralisiert, während Deutschland in viele kleine, teils konkurrierende Hubs fragmentiert ist. Die größte Hürde bleibt der Zugang: Man benötigt weiterhin persönliche Empfehlungen, um die Informationsasymmetrien zu überwinden.»

Alessandro: «Fragmentierung und starke Asymmetrien (z. B. öffentliche Finanzierung in FR/DE vs. private Finanzierung in CH) sind deutlich sichtbar und schaffen eine Lücke, die in nicht-grenzüberschreitenden Ökosystemen (z. B. Silicon Valley in den USA, Golden Triangle im Vereinigten Königreich) weit weniger ausgeprägt ist.»


Frage 2. Bedürfnisse und Good Practices identifizieren

Wie sammeln Sie Rückmeldungen der Stakeholder und ermitteln, was vor Ort wirklich gebraucht wird?

Dennis: «Wir haben mehrere Interviews mit zentralen Akteuren des KTUR-Ökosystems geführt: Geldgebern, Innovatoren und Forschenden aus den Hochschulen. Gute Praxisbeispiele werden nur vereinzelt erwähnt; wiederkehrende Herausforderungen betreffen steuerliche und rechtliche Unterschiede, fehlende grenzüberschreitende Netzwerke und Zugangshürden. Der klare Bedarf gilt strukturierten Netzwerken, die echte Kontakte und praktische Unterstützung liefern können.»


Frage 3. Aufbau zielgerichteter Netzwerke

Sie planen den Aufbau von drei trinationalen Netzwerken zu verschiedenen Finanzierungsarten. Welche Fortschritte gibt es?

Dennis: «Die drei trinationalen Netzwerke — Venture Capital, öffentliche Finanzierung und Open Innovation — befinden sich noch im Aufbau. Der Großteil der Interessierten sind Investoren. Wir planen regelmäßige Treffen, um Best Practices auszutauschen, Bedürfnisse zu validieren und Partner wie Banken, Business Angels, Forschungsinstitute und regionale Wirtschaftsförderungen einzubinden.»

Alessandro: «Wir haben mit der Planung begonnen und einige vielversprechende Ideen. Wir wollen Austauschformate schaffen, in denen ähnliche Stakeholder miteinander in Kontakt treten und Synergien bilden können, aber auch Räume, in denen Silos aufgebrochen werden und unterschiedliche Akteure miteinander sprechen — um herauszufinden, wie sie sich gegenseitig ergänzen könnten.»


Frage 4. Konkrete Matchmaking-Formate entwickeln

Ein trinationales Investor-Speed-Dating wurde bereits organisiert und wird erneut stattfinden. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Dennis: «Unser trinationales Investor-Speed-Dating soll innovative Ideen mit dem passenden Kapital vernetzen und grenzüberschreitende Deals ermöglichen. Die Vorbereitung ist abgeschlossen: Viele Startups haben sich beworben, einige müssen aufgrund der hohen Nachfrage sogar auf die nächste Runde verschoben werden. Derzeit ist das Event sektorneutral; künftige Ausgaben könnten branchenspezifische Tracks enthalten.»


Frage 5. Auf dem Weg zu einem grenzüberschreitenden Innovationsfonds

Sie arbeiten an einer Roadmap für die Einrichtung eines trinationalen Innovationsfonds. Welche Vision steckt dahinter?

Dennis: «Die Roadmap für einen trinationalen Innovationsfonds nimmt Gestalt an. Erste Analysen bestätigen einen klaren Bedarf, aber das genaue Modell wird innerhalb der Netzwerke und des Arbeitspakets weiter ausgearbeitet.»

Alessandro: «Die Landschaft des Wissens- und Technologietransfers verändert sich, und damit auch die Methoden — und die Gründung von Startups wird dabei zum zentralen Instrument. Im Oberrheinraum, ähnlich wie in Kontinentaleuropa insgesamt, besteht eine deutliche Early-Stage-Finanzierungslücke, um wissenschaftliche Entdeckungen vom Labor in den Markt zu bringen. Ein trinationaler Fonds, unabhängig vom Modell, würde den Oberrhein auf das Niveau der global führenden Ökosysteme heben.»

Schwerpunkt 1 : FUE-BEDARF

LabVisits – Tauchen Sie ein in das Zentrum der grenzüberschreitenden Innovation!

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31 Oktober 2025

Die LabVisits sind eine Veranstaltungsreihe des Projekts KTUR² Knowledge Transfer Upper Rhine, in Zusammenarbeit mit der Sparte Wirtschaft / Pillar Economy. Sie bieten Unternehmen und Forschenden eine direkte Immersion in exzellente Labore der Oberrheinregion, um aufkommende Technologien zu entdecken, mit F&E-Teams auszutauschen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu den großen industriellen und technologischen Herausforderungen zu identifizieren.


  • LabVisit – Industrie der Zukunft 5.0 bei ICAM Strasbourg
    Am 18. Juni 2025 führte der erste Besuch die Teilnehmenden zur R&D-Plattform „Industrie der Zukunft 5.0“ von ICAM Strasbourg, der ersten ihrer Art im Großraum Grand Est.

Die Diskussionen hoben die Stärke des kollaborativen Modells von ICAM hervor und die Möglichkeit für Unternehmen, gemeinsam mit ihnen Technologien von morgen zu erproben.

Und danach?

– Einen Entdeckungstag für Führungsteams, um die strategischen Herausforderungen von 5.0 zu verstehen;
– Einen Erfahrungsaustausch-Tag für Leitende der Industrialisierung und Projektmanagerinnen;
– Spezialtage zu Themen wie Predictive Maintenance, Cybersicherheit oder digitalen Zwillingen;
– Und eine individuelle Begleitung zur konkreten Einführung von 5.0-Bausteinen in ihrem Unternehmen.


  • LabVisit – Laserinnovation und Spitzentechnologien bei IREPA LASER
    Am 23. September 2025 versammelte die zweite LabVisit-Veranstaltung die Teilnehmenden bei IREPA LASER, um eine Immersion in industrielle Innovation und Laserverfahren zu erleben.

Der Besuch stellte drei Schlüsselakteure in den Fokus:
– IREPA LASER mit einer Demonstration des Laser-Erosions-Mikrobearbeitung, ein Hochpräzisionsverfahren für Luft- und Raumfahrtanwendungen;
– Das Labcom LASERSURF (IREPA LASER / ICube Strasbourg), wo KI und Robotik die Steuerung von Laserverfahren transformieren;
– Und das Zentrum AERIAL, das FEERIX präsentierte – eine europaweit einzigartige Bestrahlungsplattform.

Und danach?
Interessierte Unternehmen können sich an IREPA LASER wenden, um ein Thema zu vertiefen, einen gezielten technischen Besuch zu organisieren oder ein F&E-Kooperationsprojekt zu initiieren.


  • Demnächst – 3. LabVisit!
    Am 20. November 2025 um 14:00 Uhr erleben Sie eine einzigartige Veranstaltung im Labor IRIS – ICube Strasbourg, im IHU Strasbourg! Erkunden Sie chirurgische Roboter und Technologien von morgen und verfolgen Sie Live-Demos im Zentrum der medizinischen Innovation.

General

Bleiben Sie mit grenzüberschreitender Innovation in Verbindung!

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13 Oktober 2025


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